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Vom 13. bis zum 17. Juni

NO G7: Internationalistischen Widerstand organisieren!

Angesichts des G7-Gipfels, der in Évian (Frankreich) mit dem Ziel der Vernichtung von Völkern, der Ausbeutung der Menschen und der Unterwerfung der Körper stattfindet, organisieren wir unseren Widerstand gegen Faschismus und Imperialismus! Wir treffen uns vom 13. bis zum 17. Juni 2026 in Genf, um die internationalistische Gegenoffensive aufzubauen!

Der G7-Gipfel bringt jährlich sieben Regierungen der reichsten Länder der Welt zusammen, um über Wirtschaft und Geopolitik zu sprechen. Seit 1975 treffen sich die USA, Frankreich, das Vereinigte Königreich, Deutschland, Italien, Kanada und Japan, um die kapitalistische Ausrichtung der Welt zu organisieren. Russland trat 1997 der Gruppe bei, wurde aber 2014 nach der Annexion der Krim wieder ausgeschlossen.

Donald Trump, Emmanuel Macron, Keir Starmer, Friedrich Merz, Giorgia Meloni, Mark Carney und Sanae Takaichi treffen sich vom 15. bis 17. Juni 2026 in Évian. Deshalb ruft eine breite Koalition von Kollektiven und Organisationen zu einer internationalistischen, großflächigen Mobilisierung gegen dieses Treffen auf.

Der globale Kapitalismus befindet sich in einer weitreichenden Krise, und die Mitglieder des G7 radikalisieren sich, um ihre Stellung als Hauptakteure der Vorherrschaft des globalen Nordens aufrechtzuerhalten. Diese Neugestaltung der Weltordnung begünstigt direkt den Machtgewinn der extremen Rechten: Ihre Themen und ihr Vokabular sind mittlerweile in der öffentlichen Debatte allgegenwärtig, während ihre gewaltvolle Ideologie der eigenen Vorherrschaft weltweit wütet.

Um ihren Platz in dieser neuen Konstellation zu sichern, greifen die Staaten zunehmend auf autoritäre Handlungsweisen zurück. Dieser Prozess der Faschisierung betrifft nicht nur Länder, in denen die extreme Rechte bereits an der Macht ist.

Diese Welle des Hasses, die in der Herrschaft über unterdrückte Gruppen verankert ist, breitet sich aus und führt zu systemischer und tödlicher Gewalt: institutionalisierte Islamophobie, rassistische Polizeimorde, Gewalt an Grenzen sowie sexistische und sexualisierte Gewalt, Feminizide und trans- und queerfeindliche Gewalt. Maskulinisten, die sich durch autoritäre Persönlichkeiten bestätigt fühlen, starten eine Offensive, wie es sie noch nie gegeben hat.

Damit diese ungleiche Ordnung aufrechterhalten werden kann, sind insbesondere ökologische, feministische, LGBTIQ+, antirassistische und palästinasolidarische Bewegungen starker Repression ausgesetzt.

Für einen effektiven antifaschistischen Kampf nehmen wir uns der Wurzel des Problems an, die durch die Mitglieder des G7 verkörpert wird. In diesem Klima, in dem Männlichkeit als allmächtig inszeniert wird, ist der Kampf gegen den Faschismus immer auch ein queerer und feministischer Kampf!

Aufgrund von Wettrüsten und Wirtschaftskriegen zerbröckelt die internationale Zusammenarbeit. Heute werden mehrere Länder des G7 von rechtsextremen Kräften regiert, die nur den Interessen der Reichsten und der großen Unternehmen dienen.

Der Westen hat offenbar jeglichen Respekt vor dem Prinzip der Solidarität und des Friedens zwischen den Völkern aufgegeben. Die Masken der G7-Regierungen sind gefallen, als sie sich geweigert haben, gegen den kolonialen und genozidalen Staat Israel Sanktionen zu verhängen, und sich stattdessen entschieden haben, internationales Recht zu ignorieren.

Dies macht sichtbar, was kolonisierte Völker seit Jahrzehnten sagen: Die Dekolonialisierung wurde nie abgeschlossen, sondern durch neue imperialistische Unterdrückungsformen ersetzt.

Diese Unterdrückung äußert sich in einer Zunahme von Kriegen, etwa in Venezuela, Gaza, Sudan, in der DR Kongo und in der Ukraine. Diese Plünderung durch die Länder des G7, aber auch durch die Schweiz, erfolgt unter anderem durch ihre Großunternehmen, die ein Wettrennen um die zur Neige gehenden Rohstoffe betreiben. Dieser fanatische Extraktivismus beutet die Völker des globalen Südens aus.

Gleichzeitig schließt der Westen seine Grenzen für die Bevölkerungen, die er ausbeutet. Diese koloniale Gewalt endet jedoch nicht an den Grenzen: Sie wird auch Menschen im Exil, rassifizierten Personen und Menschen aus unteren Klassen auferlegt.

Für Internationalismus und Solidarität zwischen den Völkern!
Gegen Kolonialismus und eine tödliche Migrationspolitik!
Organisieren wir den Widerstand!

Die Akkumulation von Profit und die immer ungleichere Verteilung von Vermögen bilden die Grundlage des Kapitalismus. Dieser hat seine Wurzeln in der Ausbeutung globaler Ressourcen und der Arbeiter:innen durch die Reichsten.

Dieses Wirtschaftssystem führt zu einem Massenaussterben von Spezies, zum Rückgang der Biodiversität sowie zur Verarmung von Landschaften, Gewässern und Luft. Der Kapitalismus zerstört das Leben, die Gesundheit und die Würde der Menschen, die er ausbeutet.

Ein Prozent der Superreichen verfügt über fast 50 Prozent des weltweiten Vermögens. Dem gegenüber steht der Abbau grundlegender Rechte, den ein Großteil der Weltbevölkerung erlebt. Die Realität ist ein Leben unter der Armutsgrenze, in Hunger, ohne ausreichenden Zugang zu Wohnraum, Bildung, medizinischer Versorgung und einer sauberen Umwelt.

Um ihre Profite zu sichern, intensivieren die Staatschef:innen des G7 gemeinsam mit den Kapitalisten ihre bekannten Strategien: Verlängerung der Arbeitszeit, Anhebung des Rentenalters, sinkende Löhne, steigende Mieten sowie der Abbau von Sozialleistungen und sozialem Schutz. Um diese Politik weltweit durchzusetzen, nutzen die Länder des G7 gemeinsame Schulden als Druckmittel und exportieren Sparpolitik in den öffentlichen Sektor sowie Privatisierung in den globalen Süden.

Es ist nahezu zynisch, dass diese Kriege neue Profitmöglichkeiten für die Rüstungsindustrie schaffen. Die Militarisierung unserer Gesellschaften, gerechtfertigt durch faschistische und sicherheitspolitische Diskurse, lenkt öffentliche Gelder in die Verteidigungsindustrie und verschärft die Sparpolitik.

Angesichts der Massaker an kämpfenden Völkern – etwa in Palästina, der Ukraine und im Kongo – und angesichts der Zerstörung des Lebens profitieren die Kapitalisten weiterhin.

Für die Solidarität unter Arbeiter:innen aller Länder und gegen die Plünderung demonstrieren wir gemeinsam gegen den G7!

Internationalistisches Treffen ab dem 13. Juni
Große Demo am 14. Juni
Weitergehendes Programm bis zum 17. Juni

Signataires

Act now!, AFA Genève, Agissons Genève, Assemblée antifasciste Genève, Association Suisse-Cuba ASC Genève, Attac Chablais, BDS Genève, Breakfree Suisse, CADTM, Centre démocratique kurde de Genève CDK-G, CETIM, Collectif bâtiments vides (CBV), Collectif Urgence Palestine (CUP-Genève), Contre-Attaque & Autonomie,   Coordination Étudiante pour la Palestine (CEP), CRAQ, CUAE, Grève féministe GE, Grondements des terres, Groupe Antirep GE, GSsA, Halte à la guerre, Colectivo Jaguar, Jeunesse socialiste genevoise JSG, Jeunesse solidaire, La France insoumise (LFI) Genevois, La Lime, MAPC, Marad – collectif juif décolonial, NPA-L’anticapitaliste, Outrage collectif, Parti du travail – PDT Genève, Quinto Suyo Suiza Peru, Red Wiphalas, Serhildan, Siembra Resistencia, Le Silure, Soignantexs pour la Palestine, Solidarité Tattes, solidaritéS, Soulèvements de la terre SDT Genève, Syndicat des services publics Genève, Tournoi antiraciste Genève, Union populaire, Vagues de la révolte, XR Familles, Young Struggle.